Das
Kooikerhondje gehört zu einer alten niederländischen Hunderasse. Schon auf
Gemälden aus dem 17. und 19. Jahrhundert und auf Familienportraits aus dem 18.
und 19. Jahrhundert kommen kleine Spaniels vor, die dem heutigen Kooikerhondje
ähnlich sehen. Erst im Jahre 1939, als die Baronesse van Hardenbroek van Ammerstol die Idee
und das Durchsetzungsvermögen hatte, das beinah ausgestorbene Kooikerhondje
erneut zu züchten, setzt sich die Geschichte des Kooikerhondjes fort.
In den vorangegangenen Jahrhunderten war das Kooikerhondje bekannt und beliebt
für die Arbeit im Entenkooi. Ein Entenkooi ist eine Fangeinrichtung in ruhigen
Gewässern für wild-lebende Enten. Diese sind reusenartig aufgebaut mit einer
großen Einlaufbahn aus Richtung Mitte des Tümpels und enger werdender,
tunnelartigen Mündung zum Ufer hin. Die Aufgabe des Kooikerhondjes war es, auf
lautlose Zeichen ihres Herren am Schilfufer die Enten anzu-locken. Durch
wiederkehrendes hin- und herlaufen, sowie durch Bewegung der aufrecht getragenen
Rute wurden die Enten in diese Reusen gelockt, damit der Entenjäger sie am Ende
der Fangeinrichtung in Käfige sperren konnte.
Das Kooikerhondje gehört in die Klassifikation FCI Gruppe 8, Sektion 2
(Stöberhunde).
Wesen und Erscheinungsbild
Das Kooikerhondje ist, kurz gesagt, immer gut gelaunt und fröhlich, ein
aufmerksamer, ange-nehmer, hochintelligenter Begleiter. Er ist aufmerksam,
ruhig, zuverlässig, rührend anhänglich und vor allem arbeitswillig. Es ist ein
Genuss, dem lebenslustigen, gut erzogenen Hund zuzuschauen, wenn er durch die
Natur springt. Im Haus ist er anpassungsfähig, ruhig und bescheiden. Aber nur,
wenn er seinem Wesen als Arbeitshund entsprechend beschäftigt ist. Ohne
sinnvolle Tätigkeit ist es unzufrieden und gelangweilt, was zu negativem
Verhalten führen kann.
Sein sensibles und intelligentes Wesen ist stets darauf bedacht, alles richtig
zu machen und seinem Meister zu gefallen. Es liegt in unserer Hand,
unseren Kooikerhondje zu einem Prachtexemplar zu formen. Wenn es
jemanden ins Herz geschlossen hat, wird dieser immer überschwänglich begrüsst.
Da das Kooikerhondje ein Bewegungstier ist, halten ihn täglich mindestens 2
Stunden ausgedehnte Spaziergänge bis stundenlange Wanderungen gesund und fit
und kommen dem Temperament des Kooikers sehr entgegen. Sie lieben es herum zu
tollen. Einige lieben es zu schwimmen, andere mögen den Regen nicht.
Erscheinungsbild
Lebhafter, weiss rotbrauner Hund von nahezu quadratischem
Körperbau, harmonisch gebaut, keine angezüchteten Deformationen. Sein Haarkleid
sollte reichlich befedert, leicht gewellt bis glatt sein. Am Kopf werden eine
weisse Blesse und orangefarbene Wangen bevorzugt. Gelegentlich gibt es so
genannte Piraten. Dies entsteht, wenn die Blesse zu breit ist, und das Auge im
weissen Fell liegt. Das Merkmal sind die schwarzen Ohrfransen. Schwarzbunte und
dreifarbige Kooiker entsprechen nicht dem Rassestandard, kommen aber immer
wieder vor. Der Schädel sollte genügend breit und mässig gewölbt sein. Der
Stopp deutlich, doch nicht zu tief. Die Augen sind mandelförmig, dunkelbraun
mit freundlichem aufmerksamem Ausdruck. Die Grösse sollte für Hündinnen
zwischen 35-40 cm und für den Rüden bei ca. 37-42 cm liegen. Es kommt aber
immer wieder vor, dass einige zu gross oder zu klein sind. Das Gewicht liegt
zwischen 9-12 kg.
Einen ausführlicheren Rassenbeschrieb und weitere Informationen zu
dieser wundervollen Rasse finden sich auf den Seiten des Kooikerhondjeclub oder
der Zucht „of White Sparkle“ – Adressen siehe unter „Links“.